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Familie mit Hausmodell

KfW 300: Unterstützung beim Eigenheim für Familien mit kleinerem oder mittlerem Einkommen

Familien brauchen Platz, aber gleichzeitig wirken Immobilienpreise, Baukosten und Zinsen oft abschreckend. Genau hier soll der KfW-Kredit 300 unterstützen.

Familie gründen und finanzieren

8 Min

Das Förderprogramm richtet sich an Familien mit niedrigerem oder mittlerem Einkommen, die ein klimafreundliches Eigenheim bauen oder kaufen möchten. In den vergangenen Jahren wurden die Bedingungen allerdings mehrfach angepasst. Deshalb lohnt sich ein aktueller Blick auf Voraussetzungen, Einkommensgrenzen und Förderhöhe.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der KfW-Kredit 300 unterstützt Familien und Alleinerziehende beim Bau oder Erstkauf eines klimafreundlichen Neubaus.

  • Voraussetzung ist mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt.

  • Die Einkommensgrenze liegt aktuell bei 90.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen bei einem Kind. Für jedes weitere Kind erhöht sich die Grenze um 10.000 Euro.

  • Je nach Förderstufe sind bis zu 270.000 Euro Kredit möglich.

  • Gefördert werden nur selbst genutzte Immobilien mit bestimmten Energieeffizienz-Standards. (kfw.de)

Was genau ist der KfW 300?

Das Programm heißt offiziell: „Wohneigentum für Familien – Neubau (300)“

Dabei handelt es sich um einen staatlich geförderten Kredit mit vergünstigten Zinsen. Ziel ist es, Familien den Weg ins eigene Zuhause zu erleichtern — vor allem dann, wenn klassische Baufinanzierungen schwer bezahlbar werden.

Gefördert werden:

  • der Bau eines klimafreundlichen Neubaus

  • oder der Erstkauf eines entsprechenden Neubaus

Die Immobilie muss später selbst genutzt werden. Ferienimmobilien oder Kapitalanlagen werden nicht gefördert.

Für wen der Kredit interessant sein kann

Der KfW-300-Kredit richtet sich vor allem an Familien und Alleinerziehende, die:

  • ein stabiles Einkommen haben, aber nur begrenzt Eigenkapital

  • langfristig mit kalkulierbaren Finanzierungskosten planen möchten

  • ohnehin energieeffizient bauen wollten

  • wegen steigender Bauzinsen ihre Finanzierung neu rechnen müssen

Gerade für junge Familien kann der Förderkredit helfen, die monatliche Belastung etwas planbarer zu machen.

Wer die Förderung bekommen kann

Damit der Kredit genutzt werden kann, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein.

1.     Mindestens ein Kind unter 18 Jahren

Zum Zeitpunkt der Antragstellung muss mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt leben.

2.     Die Einkommensgrenze darf nicht überschritten werden

Wichtig ist nicht das Bruttoeinkommen auf dem Gehaltszettel. Entscheidend ist das sogenannte zu versteuernde Einkommen aus den Steuerbescheiden.

Aktuell gelten diese Grenzen beim zu versteuernden Haushaltseinkommen:

  • 1 Kind: 90.000 Euro

  • Für jedes weitere Kind: + 10.000 Euro

Relevant ist der Durchschnitt aus den Steuerbescheiden der letzten beiden Jahre. Für einen Antrag im Jahr 2026 werden also die Einkommen aus 2023 und 2024 betrachtet. (kfw.de)

Viele Familien unterschätzen diesen Punkt zunächst. Denn durch Werbungskosten, Kinderfreibeträge oder Betreuungskosten kann das relevante Einkommen deutlich niedriger ausfallen als gedacht.

Wie hoch die Förderung ausfallen kann

Die maximale Kredithöhe hängt unter anderem ab von:

  • der Anzahl der Kinder

  • dem energetischen Standard

  • zusätzlichen Nachhaltigkeitsnachweisen

Aktuell sind zwischen 170.000 und 270.000 Euro Förderkredit möglich. (kfw.de)

Welche Anforderungen muss das Haus erfüllen

Die Förderung gibt es ausschließlich für klimafreundliche Neubauten.

Das Gebäude muss mindestens:

  • den Effizienzhaus-40-Standard erfüllen

  • ohne Öl-, Gas- oder Biomasseheizung auskommen

Für höhere Förderbeträge ist zusätzlich das sogenannte QNG-Siegel nötig. Dabei handelt es sich um ein staatliches Nachhaltigkeitszertifikat. (kfw.de)

Das kann die Planung aufwendiger machen. Gleichzeitig sinken bei energieeffizienten Häusern oft die späteren Energiekosten.

Ein vereinfachtes Rechenbeispiel

Eine Familie mit zwei Kindern erhält:

  • 220.000 Euro Förderkredit

  • günstige Zinskonditionen

  • lange Laufzeit

Dadurch kann die monatliche Finanzierung spürbar niedriger ausfallen als bei einem klassischen Baukredit mit höherem Zinssatz.

Wie groß der Unterschied tatsächlich ist, hängt aber immer von der gesamten Finanzierung ab — also zum Beispiel von Eigenkapital, Tilgung und zusätzlichem Kreditbedarf.

Was Familien vor der Planung bedenken sollten

Der KfW-Kredit kann ein wichtiger Baustein sein. Er ersetzt aber keine vollständige Finanzierungsplanung.

Vor allem diese Fragen spielen häufig eine Rolle:

  • Reicht das Einkommen auch langfristig — etwa während Elternzeit oder Teilzeit?

  • Sind die energetischen Anforderungen realistisch umsetzbar?

  • Wie hoch werden Bau- und Nebenkosten insgesamt?

  • Welche weiteren Förderungen könnten zusätzlich infrage kommen?

Wichtig ist außerdem:
Der Antrag muss gestellt werden, bevor mit dem Bau oder Kauf begonnen wird. Nachträglich ist die Förderung normalerweise nicht mehr möglich. (kfw.de)

Fazit

Der KfW-300-Kredit kann Familien mit kleinerem oder mittlerem Einkommen helfen, den Schritt ins Eigenheim besser planbar zu machen — besonders in Zeiten hoher Baukosten.

Gleichzeitig sind die Anforderungen anspruchsvoll: Einkommen, Energieeffizienz und Finanzierung müssen zusammenpassen. Deshalb lohnt es sich, aktuelle Förderbedingungen frühzeitig zu prüfen und die Gesamtfinanzierung realistisch zu planen.

Für viele Familien kann der Förderkredit ein sinnvoller Baustein sein — nicht als schnelle Lösung, sondern als langfristige Unterstützung auf dem Weg ins eigene Zuhause.

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